letzte Bearbeitung

23.03.2008

 

Prozessmodell ISO 9001:2000:

 

Diese internationale Norm unterstützt die Wahl eines Prozess-Ansatzes für das Management-System des Unternehmens und seiner Prozesse. Durch die Anwendung des prozessorientierten  Ansatzes können Verbesserungspotentiale leichter identifiziert werden.

Das Prozessmodell ist die konzeptionelle Darstellung der allgemeinen Qualitätsmanagement-Systemanforderungen in der Norm. Die Abbildung zeigt die Integration der darin enthaltenen Hauptkapitel 4, 5, 6, 7 und 8.

Das Modell dient nicht dazu, Prozesse im Detail wiederzugeben. Trotzdem können alle Anforderungen an ein Qualitätsmanagement-System zur Erfüllung von Kundenwünschen an Produkte oder Dienstleistungen in diesem Modell untergebracht werden.

Die Geschäftsleitung definiert die Anforderungen unter Verantwortung der Leitung (siehe Kap. 5), benötigte Ressourcen werden festgelegt und angewendet unter Ressourcenmanagement (siehe Kap. 6), Prozesse werden erstellt und implementiert unter Produktrealisierung (siehe Kap. 7), Ergebnisse werden untersucht, analysiert und verbessert in Messung, Analyse und Verbesserung (siehe Kap. 8). Das Management Review (siehe Kap. 5.6) schließt den Kreislauf und führt zur Verantwortung der Leitung, um Änderungen zu genehmigen und Verbesserungen einzuleiten.

Das erfolgreiche Führen einer Organisation erfordert, dass sie in klarer Weise geleitet und gelenkt wird. Folgende acht Grundsätze können von der Leitung benutzt werden, um die Leistungsfähigkeit der Organisation zu verbessern. Diese Grundsätze bilden die Grundlage der Normenfamilie ISO 9000ff.

1 Kundenorientierung

Organisationen hängen von ihren Kunden ab und sollten daher gegenwärtige und künftige Kundenerwartungen verstehen, erfüllen und danach streben, sie zu übertreffen.

2 Führung

Führungskräfte bestimmen die Ausrichtung der Organisation und sollen daher das Umfeld schaffen, dass sich Personen ganz für die Erreichung ihrer Ziele einsetzen können.

3 Einbeziehung der Personen

Die Mitarbeiter sind das Kapital der Organisation. Nur ihre umfassende Einbeziehung ermöglicht, ihre Fähigkeiten zum größtmöglichen Nutzen der Organisation einzusetzen.

4 Prozessorientierter Ansatz

Ein gewünschtes Ergebnis lässt sich in effizienter Weise erreichen, wenn Tätigkeiten und dazugehörige Ressourcen als Prozess geleitet und gelenkt werden.

5 Systemorientierter Managementansatz

Das Erkennen, Verstehen, Leiten und Lenken von miteinander in Wechselbeziehung stehenden Prozessen als zusammenwirkendes System trägt zur Wirksamkeit und Effizienz der Organisation beim Erreichen ihrer Ziele bei.

6 Ständige Verbesserung

Die ständige Verbesserung der Gesamtleistung der Organisation stellt ein permanentes Ziel der Organisation dar.

7 Sachbezogener Ansatz zur Entscheidungsfindung

Wirksame Entscheidungen beruhen auf der Analyse von Zahlen, Daten und Informationen.

8 Lieferantenbeziehung zum gegenseitigen Nutzen

Eine Organisation und ihre Lieferanten sind voneinander abhängig. Beziehungen zum gegenseitigen Nutzen erhöhen die Wertschöpfung beider Seiten.

 

 

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