|
International Food Standard (IFS)
Label und weiterführende Informationen: http://www.food-care.info/
Träger/Ziele
Bundesvereinigung Deutscher Handelsverbände e.V. (BHV)
IFS wurde von deutschen Einzelhändlern zur Überprüfung und Auditierung von
Herstellern mit Eigenmarken im Lebensmittelbereich entwickelt. Grundlage ist die
Good Food Safety Initiative (GFSI) und deren Ziel, internationale
Sicherheitsstandards für Unternehmen, die den Handel mit Eigenmarken beliefern,
festzulegen. Darüber hinaus ist der Standard für alle Fertigungsstufen nach
der Landwirtschaft nutzbar. Mit ihm ist ein ständiger Verbesserungsprozess
sicherzustellen und zu dokumentieren. Zudem ermöglicht er ein
Benchmarkingsystem zur Lieferantenauswahl. Die GFSI hat die aktuelle IFS Version
4 geprüft und zugelassen.
Produkt/Produktgruppe
Benchmark-System, Kommunikationszeichen innerhalb der Kette, kein Produktlabel;
umfasst alle Produkte der Ernährungsbranche, die in den Handel kommen.
Kriterien
Die Anforderungen des Standards setzen sich zusammen aus Qualitätsmanagement,
HACCP und Gute Herstellerpraxis. Es gibt fünf sog. K.o.-Kriterien:
- HACCP: Erfüllung einer „handhabbaren“ Anzahl relevanter CCP´s
- HACCP: System der CCP-Überwachung, Dokumentation und Kontrolle
- Verantwortlichkeit im Management; Mitarbeiter/innen müssen ihre Pflichten
kennen und die Geschäftsführung die Effizienz des Systems überwachen
- Rückverfolgbarkeit der Produkte
- Rechtzeitiges Eingreifen von Korrekturmaßnahmen
Die Nichterfüllung eines dieser K.o-Kriterien führt automatisch zur
Beurteilung „nicht bestanden“.
Verfahren
Es gibt ein Basisniveau und ein gehobenes Niveau mit unterschiedlichen
Anforderungen an den Erfüllungsgrad der K.o-Kriterien. Für die einzelnen
Checkpunkte gibt es jeweils vier Bewertungsstufen:
A: 100-Prozentige Erfüllung des Kriteriums
B: Geringfügige Abweichung
C: Nur ein kleiner Teil des Kriteriums wird nicht erfüllt
D: Das Kriterium wird nicht erfüllt.
NA: Nicht zutreffendes Kriterium
Die vergebenen Punkte werden zu einer IST-Punktzahl addiert und diese,
bezogen auf das jeweilige Nievau auf die maximal mögliche Punktzahl in
Beziehung gesetzt.
Dadurch unterscheidet sich der IFS vom BRC, auch wenn er in seiner Grundlage an
den BRC anknüpft. Im Gegensatz zum IFS kennt der BRC nur die
Bewertungskriterien "erfüllt" bzw. "nicht erfüllt".
Vorliegende BRC-Audits werden anerkannt, solange diese gültig sind.
Die Auditierung erfolgt durch akkreditierte Gutachter. Ein IFS-Audit ist auf
einen Arbeitstag im Betrieb vor Ort und einen halben Tag zur Nachbearbeitung
festgelegt.
Verbreitung
Alle deutschen Einzelhandelsfirmen, die im BDH-Ausschuß Lebensmittelrecht und
Qualitätssicherung mitarbeiten, unterstützen den IFS. Dazu gehören u.a. Metro
AG, Rewe, Edeka, Aldi, Tengelmann, AVA, Tegut Gutberlet Stiftung, Markant, Lidl,
Globus.
Seit Herbst 2003 fordern auch französische Einzelhandelsfirmen wie Carrefour,
SystemU, Monoprix u.a. ihre Lieferanten auf, sich nach IFS zertifizieren zu
lassen.
Ziel ist es, den IFS in Europa zu etablieren. Dazu finden auch mit
Einzelhandelsfirmen in Polen, Österreich, Belgien, Niederlande, England und
Italien Gespräche statt.
Kosten/Sanktionen
Anmerkungen/Kommentare
Home Aktuelles Qualitätsmanagement
Logistik Lebensmittel
Schulungen
Partner Referenzen
Kontakt/Impressum Haftungsausschluss
|