letzte Bearbeitung

23.03.2008

 

International Food Standard (IFS)

Label und weiterführende Informationen: http://www.food-care.info/

Träger/Ziele

Bundesvereinigung Deutscher Handelsverbände e.V. (BHV)

IFS wurde von deutschen Einzelhändlern zur Überprüfung und Auditierung von Herstellern mit Eigenmarken im Lebensmittelbereich entwickelt. Grundlage ist die Good Food Safety Initiative (GFSI) und deren Ziel, internationale Sicherheitsstandards für Unternehmen, die den Handel mit Eigenmarken beliefern, festzulegen. Darüber hinaus ist der Standard für alle Fertigungsstufen nach der Landwirtschaft nutzbar. Mit ihm ist ein ständiger Verbesserungsprozess sicherzustellen und zu dokumentieren. Zudem ermöglicht er ein Benchmarkingsystem zur Lieferantenauswahl. Die GFSI hat die aktuelle IFS Version 4 geprüft und zugelassen.


Produkt/Produktgruppe

Benchmark-System, Kommunikationszeichen innerhalb der Kette, kein Produktlabel; umfasst alle Produkte der Ernährungsbranche, die in den Handel kommen.


Kriterien
 
Die Anforderungen des Standards setzen sich zusammen aus Qualitätsmanagement, HACCP und Gute Herstellerpraxis. Es gibt fünf sog. K.o.-Kriterien:

  1. HACCP: Erfüllung einer „handhabbaren“ Anzahl relevanter CCP´s
  2. HACCP: System der CCP-Überwachung, Dokumentation und Kontrolle
  3. Verantwortlichkeit im Management; Mitarbeiter/innen müssen ihre Pflichten kennen und die Geschäftsführung die Effizienz des Systems überwachen
  4. Rückverfolgbarkeit der Produkte
  5. Rechtzeitiges Eingreifen von Korrekturmaßnahmen

Die Nichterfüllung eines dieser K.o-Kriterien führt automatisch zur Beurteilung „nicht bestanden“.

Verfahren

Es gibt ein Basisniveau und ein gehobenes Niveau mit unterschiedlichen Anforderungen an den Erfüllungsgrad der K.o-Kriterien. Für die einzelnen Checkpunkte gibt es jeweils vier Bewertungsstufen:
A: 100-Prozentige Erfüllung des Kriteriums
B: Geringfügige Abweichung
C: Nur ein kleiner Teil des Kriteriums wird nicht erfüllt
D: Das Kriterium wird nicht erfüllt.
NA: Nicht zutreffendes Kriterium

Die vergebenen Punkte werden zu einer IST-Punktzahl addiert und diese, bezogen auf das jeweilige Nievau auf die maximal mögliche Punktzahl in Beziehung gesetzt.
Dadurch unterscheidet sich der IFS vom BRC, auch wenn er in seiner Grundlage an den BRC anknüpft. Im Gegensatz zum IFS kennt der BRC nur die Bewertungskriterien "erfüllt" bzw. "nicht erfüllt". Vorliegende BRC-Audits werden anerkannt, solange diese gültig sind.

Die Auditierung erfolgt durch akkreditierte Gutachter. Ein IFS-Audit ist auf einen Arbeitstag im Betrieb vor Ort und einen halben Tag zur Nachbearbeitung festgelegt.

Verbreitung

Alle deutschen Einzelhandelsfirmen, die im BDH-Ausschuß Lebensmittelrecht und Qualitätssicherung mitarbeiten, unterstützen den IFS. Dazu gehören u.a. Metro AG, Rewe, Edeka, Aldi, Tengelmann, AVA, Tegut Gutberlet Stiftung, Markant, Lidl, Globus.

Seit Herbst 2003 fordern auch französische Einzelhandelsfirmen wie Carrefour, SystemU, Monoprix u.a. ihre Lieferanten auf, sich nach IFS zertifizieren zu lassen.

Ziel ist es, den IFS in Europa zu etablieren. Dazu finden auch mit Einzelhandelsfirmen in Polen, Österreich, Belgien, Niederlande, England und Italien Gespräche statt.

Kosten/Sanktionen

Anmerkungen/Kommentare

 

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